Malik Godglück – Member of the Month
1. September 2026
Spannendes über Malik erfahrt ihr in unserem Interview: Wer/Was hat dich ins CrossFit gebracht? Sport war …

Spannendes über Malik erfahrt ihr in unserem Interview:
BUY-IN
4 × 100 m Sprint Relay
Jede Person 100 m
CHIPPER
Burpees und Wall Balls werden im Team aufgeteilt –jeweils eine Person arbeitet. Bei den Synchro-Movements arbeiten jeweils zwei Personen gleichzeitig. Wechsel jederzeit möglich.
TEAMWORK
5 Worm Squats
10 Worm Cleans
15 Worm Thrusters
10 Worm Cleans
5 Worm Squats
CARRY
4 × 60m Sandbag Carry Relay
Jede Person 100 m
CASH-OUT
4 × 100 m Sprint Relay
Jede Person 100 m
Wenn ich aber wirklich jede Person wählen könnte, dann wäre es wohl mein Vater. Ein gemeinsames WOD mit ihm wäre für mich weniger eine sportliche Herausforderung als vielmehr ein sehr persönliches und emotionales Erlebnis. Mein Vater ist eine der wichtigsten Personen in meinem Leben. Er glaubt immer an mich und ist auf seine ganz eigene Art ein Vorbild für mich. Trotz schwieriger Zeiten in seiner Vergangenheit ist er immer wieder aufgestanden und seinen Weg weitergegangen... etwas, das ich unglaublich an ihm bewundere.
Ein klassisches CrossFit-WOD wäre für ihn heute vermutlich eine ziemliche Herausforderung ... aber wer weiss?;)
Ich glaube daran, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, ausgewogen zu leben und ein Leben lang bereit zu sein, Neues zu lernen.
Jeder Mensch trägt in seinem Leben einen mehr oder weniger schweren Rucksack. Darin befinden sich vielleicht eine schwierige Vergangenheit, eigene Fehler, die aktuelle Lebenssituation oder Herausforderungen, die erst noch vor einem liegen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit diesem Rucksack umzugehen. Für mich habe ich irgendwann entschieden, die Verantwortung für mein Leben ab dem Hier und Jetzt selbst zu übernehmen und damit meine Zukunft so gut wie möglich positiv zu beeinflussen.
Ich stelle mir das Leben dabei gerne als einen Zeitstrahl vor: Am einen Ende steht der Beginn unseres Lebens, am anderen dessen Ende. Dazwischen liegen drei Bereiche, die untrennbar miteinander verbunden sind: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Vergangenheit:
Was geschehen ist, können wir nicht mehr verändern. Negative Erfahrungen, eigene Fehler oder Dinge, die andere Menschen getan haben, sind passiert. Die Frage ist für mich deshalb: Weshalb die damit verbundene Negativität, Schuld oder Wut ständig in die Gegenwart und vielleicht sogar noch in die Zukunft mitschleppen?
Ich versuche, Vergangenes zu verarbeiten, zu vergeben, zu reflektieren und vor allem daraus zu lernen. Wir alle machen Fehler. Entscheidend ist für mich nicht, ein Leben ohne Fehler zu führen, sondern bereit zu sein, die eigenen Fehler anzuschauen und daraus zu lernen. Genauso können wir aus den Erfahrungen und Fehlern anderer Menschen lernen und dadurch vielleicht vermeiden, sie selbst nochmals zu machen.
Aber unsere Vergangenheit besteht natürlich nicht nur aus Negativem. Sie hat uns auch unglaublich schöne Momente, Erfahrungen und Erinnerungen geschenkt. An diese dürfen wir uns erinnern, uns daran festhalten und vor allem dankbar dafür sein. All diese Erfahrungen, die guten wie die schlechten,haben schliesslich dazu beigetragen, wer wir heute sind.
Gegenwart:
Das ist für mich der entscheidende Punkt auf diesem Zeitstrahl, denn genau hier können wir aktiv Einfluss nehmen. Wir können unsere aktuelle Situation verändern, Entscheidungen treffen und damit gleichzeitig unsere Zukunft formen und gewissermassen gerade unsere eigene Geschichte schreiben.
Ich frage mich deshalb gerne: Wie soll meine Zukunft aussehen und was kann ich heute dafür tun? Möchte ich, dass diese Entscheidung oder Handlung einmal Teil meiner Geschichte ist?
Gleichzeitig möchte ich aber nicht vergessen, dass das Leben genau jetzt stattfindet. Nicht erst dann, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht ist, mehr Geld vorhanden ist, der perfekte Zeitpunkt gekommen ist oder irgendein Problem verschwunden ist. Bewusst im Hier und Jetzt zu leben, zu den eigenen Fehlern zu stehen, sie zu reflektieren und etwas daraus zu machen, gehört für mich genauso dazu.
Und auch wenn es manchmal deutlich einfacher gesagt als getan ist: Ich möchte nicht anderen Menschen dauerhaft die Schuld für meine aktuelle Situation geben. Selbst wenn ich eine Situation vielleicht nicht verursacht habe, liegt es irgendwann trotzdem an mir, wie ich von dort aus weitergehe.
→ Create Moments.
Zukunft:
Unsere Zukunft wird zu einem grossen Teil durch die Entscheidungen und Handlungen geformt, die wir heute treffen...natürlich immer zusammen mit äusseren Umständen, die wir nicht vollständig kontrollieren können.
Vorstellungen, Träume, Ziele und Visualisierung helfen mir dabei, eine Richtung zu finden und mich darauf zu fokussieren, wo ich hinmöchte. Ein wenig vorauszudenken kann ausserdem helfen, gewisse Situationen zu verhindern, Risiken zu reduzieren oder aus Fehlern zu lernen, die andere bereits vor uns gemacht haben.
Aber auch hier sehe ich eine Gefahr: ständig nur für die Zukunft zu leben. Immer dem nächsten Ziel hinterherzurennen und sich einzureden: Wenn ich erst dort bin, dann bin ich zufrieden. Dann geniesse ich das Leben.
Deshalb sind für mich alle drei Zeitformen wichtig:
Die Vergangenheit hat uns geprägt und zu der Person gemacht, die wir heute sind.
Die Gegenwart ist der Moment, in dem wir handeln, leben und beeinflussen können, wer wir morgen sein werdenund gleichzeitig die Geschichte schreiben, auf die wir später zurückblicken.
Die Zukunft gibt uns eine Richtung und einen Fokus und kann dadurch wiederum beeinflussen, wie wir heute handeln.
Vielleicht ist genau deshalb Ausgewogenheit eine meiner wichtigsten Lebenshaltungen. Von fast allem kann zu viel oder zu wenig problematisch sein. Mein etwas überspitztes Lieblingsbeispiel: Zu wenig Wasser → tödlich. Zu viel Wasser → tödlich. Die richtige Menge → lebensnotwendig.
Für mich geht es deshalb nicht darum, in irgendeinem Extrem perfekt zu leben, sondern immer wieder ein gesundes Mittelmass zu finden, Verantwortung zu übernehmen, neugierig und lernbereit zu bleiben und dabei das eigentliche Leben nicht zu verpassen.
Denn dafür ist das Leben schlicht zu kurz...und erst recht zu kurz, um meine Zeit ständig mit Negativität, Problemen oder mit demWertenanderer Menschen zu verbringen.
Für mich geht es deshalb weniger darum, eine Liste mit Dingen abzuhaken, sondern offen und neugierig durchs Leben zu gehen, Chancen wahrzunehmen, Neues auszuprobieren und möglichst viele besondere Momente und Erfahrungen zu sammeln.